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Eine (un)gesunde Vagina: Über gesundes Blut und eine gesunde Gebärmutter

Mai 30, 2024 . dija

Geschrieben von Daan Borrel

Willkommen in der wunderbaren Welt der Vagina, einem eigenständigen Ökosystem aus Bakterien, Hefen und Pilzen, das dich schützt. Die meisten Menschen wissen nur wenig über vaginale Gesundheit, obwohl ein Mangel an bestimmten Bakterien in der Vagina das Risiko für Blasenentzündungen, Pilzinfektionen, Frühgeburten, Unfruchtbarkeit und Geschlechtskrankheiten erhöhen kann. Derzeit erforschen Wissenschaftler weltweit, was eine gesunde Vagina ausmacht und wie sie gesund bleibt. Hier lernst du in sechs Monaten alles, was du darüber wissen kannst. 

Heute in Teil vier: die Verbindung zwischen der Vagina und der Gebärmutter. 

Heute machen wir einen Ausflug von der Vagina zur Gebärmutter. Denn wenn du dachtest, dass es im Bereich der vaginalen Gesundheit viel zu entdecken gibt, wirst du von den Entwicklungen im Bereich des Wissens über die Gebärmutter überrascht sein. Diese beiden sind natürlich miteinander verbunden: Bakterien aus der Vagina können in die Gebärmutter gelangen. 

In ihrem Buch “Womb” (ein absolutes Muss!) schreibt Leah Hazard, dass lange Zeit angenommen wurde, dass die Gebärmutter eine sterile Umgebung sei. Aber rate mal: Auch die Gebärmutter wird von allerlei Bakterien, Hefen und Pilzen bewohnt. ‘Das uterine Mikrobiom’, so schreibt Hazard, ‘spielt eine wahrscheinlich bisher unerkannte Rolle in der Uterusphysiologie und der menschlichen Fortpflanzung.’ Durch die Erforschung des Mikrobioms der Gebärmutter könne man laut ihr viel über die Gesundheit einer Person erfahren. ‘In den kommenden Jahren wird es wahrscheinlich zu einer radikalen Veränderung in der Art und Weise kommen, wie wir gynäkologische und geburtshilfliche Krankheiten – von einem Myom bis zur Unfruchtbarkeit, von Endometriose bis zu Eklampsie – vorbeugen, diagnostizieren und behandeln.’ 

Eine Zukunft, die sie skizziert: Bei ersten Anzeichen einer Krankheit wird das uterine Mikrobiom getestet, gefolgt von einer ‘Infusion gesunder Mikroben, um Krankheiten, Infektionen oder sogar Unfruchtbarkeit abzuwenden.’ Durch das Übertragen guter Mikroben von einer Gebärmutter zur anderen. In diesem Podcast erzählt auch die Neurowissenschaftlerin Iris Sommer, wie sie in Zukunft auch das Mikrobiom im Darm durch Stuhltransplantationen verbessern möchten. 

Blut, blut, blut

Und dann haben wir noch nicht einmal darüber gesprochen, welche Rolle Menstruationsblut in der Zukunft spielen könnte. Ist es nicht seltsam, dass wir ein Röhrchen mit Urin beim Hausarzt abgeben, um es auf Krankheiten untersuchen zu lassen, aber das nicht mit Menstruationsblut machen? Dabei könnte dieses Blut viel über die Gesundheit der Gebärmutter aussagen, schreibt Hazard, zum Beispiel über ‘Endometriose, die Früherkennung von Krebs, für Probleme rund um (Un)fruchtbarkeit, aber auch für Beschwerden wie Adenomyose, Myome, abnorme Blutungen in der Gebärmutter und schmerzhafte Menstruationen’. Hazard hofft, dass es in Zukunft genauso normal sein wird: eine Urinprobe oder eine Menstruationsblutprobe abzugeben. Auch wenn sogar Labore Schwierigkeiten haben, Menstruationsblut zu untersuchen. Weil es schmutzig wäre. Ja, wirklich. 

Doch die Zukunft ist näher, als wir denken. So hat das Unternehmen Qvin einen Heimtest auf den Markt gebracht, bei dem Menschen über ihr Menstruationsblut etwas über ihre Gesundheit erfahren können: Der Test misst den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel und kann so (Prä-)Diabetes diagnostizieren. Dafür muss man nicht mit Röhrchen hantieren, in die man bluten muss, sondern das Unternehmen arbeitet mit Binden, in deren Mitte ein Streifen eingearbeitet ist. Diesen Streifen zieht man heraus – nachdem man ihn während seiner Menstruation getragen hat – und schickt ihn ins Labor. Die Ergebnisse erhält man über eine App auf sein Telefon. 

Das Unternehmen NextGen Jane entwickelt einen ‘intelligenten Tampon’, durch den menstruierende Menschen zu Hause Einblicke in ihr Blut und ihre Gesundheit erhalten können (Tschüss, Spekulum?!). Und in Deutschland wurde ein neues Femtech-Unternehmen The Blood gegründet, bei dem du über eine Menstruationstasse mehr über deine (menstruelle) Gesundheit erfahren kannst. Sie schauen (noch) nicht auf Hormonspiegel, sondern analysieren das Aussehen davon; sind zum Beispiel Klumpen im Blut? Wie ist die Farbe und Klebrigkeit? Diese Untersuchung können Menschen mit einer Gebärmutter natürlich auch zu Hause selbst durchführen, mit Hilfe ihrer App. 

Noch einmal zurück zu diesem uterinen Mikrobiom 

In “Womb” skizziert Leah Hazard sogar ein Zukunftsbild, in dem Frauen mit einem uterinen Mikrobiom, das anfälliger für bestimmte Krankheiten ist, Proben eines ‘gesunden’ Mikrobioms erhalten könnten, um so Krankheiten vorzubeugen. 

Für das vaginale Mikrobiom wird untersucht, ob wir durch das Hinzufügen von Crispatus bestimmte Erkrankungen verhindern können. So untersucht die Stiftung Crispatus in Zusammenarbeit mit Yoni, ob man mit einer Spritze oder einem Tampon den Anteil an Crispatus in deiner Vagina erhöhen könnte. Hat man erst einmal eine solche Bakterie aus einer Vagina gewonnen, kann man sie endlos reproduzieren. So wurden auch die Bakterien aus Yakult ursprünglich aus einer Person gewonnen. 

Diese Art der Prävention ist nicht nur im Bereich der Gesundheit ein Gewinn, sondern gibt auch ein schönes Bild: wie Menschen mit Vaginas und Gebärmüttern ein Netzwerk bilden; sich gegenseitig gesund halten. 

Zukunftsmusik? Vielleicht. Aber wir sind näher dran als je zuvor. 

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