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Das ist Shadi Nikshomar (She/Her)

März 20, 2024 . jessie

What I have discovered is that 27% of people who menstruate in amsterdam over the last year have experienced period poverty. But even a bigger number, 63% of all people who menstruate, have been struggling accessing period products.

Shadi Nikshomar ist eine Aktivistin, Politikerin und Vorstandsmitglied bei den Neighborhood Feminists. Seit ihrer Teenagerzeit engagiert sie sich freiwillig und politisch in Almere. Mittlerweile ist sie Stadträtin der Partei GroenLinks und setzt sich für intersektionalen Feminismus und den Kampf gegen geschlechtsspezifische Probleme wie Menstruationsarmut ein. Shadi bekämpft Menstruationsarmut nicht nur politisch, sondern auch durch praktischen Aktivismus mit den Neighborhood Feminists. Menstruationsarmut beginnt dann, wenn man sich die notwendigen Produkte für eine sichere und hygienische Menstruation nicht leisten kann. Laut einer Studie der Neighborhood Feminists aus dem Jahr 2022 konnten sich ganze 27 % der menstruierenden Menschen in Amsterdam keine Menstruationsprodukte leisten. Shadi ist der Überzeugung, dass der Zugang zu den notwendigen Produkten für eine sichere Menstruation ein Menschenrecht sein sollte. Niemand sollte sich zwischen Essen und der notwendigen Körperpflege entscheiden müssen. 

Was fällt dir als Erstes ein, wenn du das Wort Menstruation hörst? 

Um ehrlich zu sein, denke ich an Blut. Ich denke an Scham. Etwas, über das ich schweigen und besser nicht sprechen soll. Es kann aber auch etwas sehr Machtvolles an sich haben. Es ist etwas völlig Natürliches, was unser Körper da tut und einfach faszinierend, wie der Hormonzyklus funktioniert. Eines der Wunder des Körpers. 

Erinnerst du dich an deine erste Periode?

Ja, es war furchtbar. In der Schule wurde es nicht richtig besprochen. Uns wurde gesagt, dass wir menstruieren würden, aber es fehlten Details darüber, wie es sein würde und damit für mich eine abstrakte Sache. Ich hatte keines dieser “Gespräche” mit meinen Eltern, daher dachte ich bei meiner ersten Regel, ich würde sterben! Ich hatte so viel Angst! Es war eigentlich ziemlich traumatisch. Ich wusste nicht, was passierte, bis ich dann zu meiner Mutter ging. Sie sagte mir, dass alles in Ordnung sei und ich einfach nur erwachsen werde. 

Wie hat sich deine Einstellung zur Menstruation über die Jahre verändert? 

Nun, jetzt ist sie ein so großer Teil meines Lebens und meiner Arbeit. Die Scham, die ich anfangs empfand, ist jetzt verschwunden. Wenn ich jetzt über Menstruation spreche, empfinde ich viel Leidenschaft, manchmal auch Ärger, wenn ich darüber nachdenke, wie wenig Forschung und finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Auch angesichts dieser Ungleichheit entschied ich mich, aktiv zu werden und meine Energie in konkrete Handlungen umzuwandeln. Ich bin Vorstandsmitglied bei den Neighborhood Feminists, die denjenigen Produkten durch öffentliche Menstruationsstationen gratis zur Verfügung stellen, die sich diese anders nicht leisten könnten. Daneben helfen wir auch bei der Aufklärung und Forschung zu Menstruationsarmut. In Almere setze ich mich als Stadträtin dafür ein, Regelungen zu schaffen, die der Menstruationsarmut ein Ende setzen. Menstruation und Armut zusammen kreiert eine Art “Doppel-Tabu”. Stell dir vor, du musst über eines der Themen sprechen, das ist ziemlich schwierig und kommt oft mit viel Scham. Und jetzt sprich mal über Menstruation und Armut. Dazu brauchst du schon ganz viel Mut. 

Was ist Menstruationsarmut?

Menstruationsarmut ist eine Form der Armut, bei der menstruierende Menschen sich die Produkte, die sie für eine sichere und hygienische Menstruation benötigen, nicht leisten oder nicht darauf zugreifen können. Viele Menschen, die unter Menstruationsarmut leiden, müssen auf unsichere Alternativen wie Toilettenpapier oder sogar Zeitungspapier (!) zurückgreifen. Um Geld zu sparen, verwenden einige Menstruationsprodukte länger, als es hygienisch und sicher ist. Und es geht teilweise auch noch darüber hinaus. Einige entscheiden sich dann doch Menstruationsprodukte zu kaufen, müssen dann aber auf andere Dinge wie Essen oder Medizin verzichten.  

Es gibt ja auch ein gesellschaftliches Stigma bezüglich menstruierender Körper. Menschen, die sich keine Menstruationsprodukte leisten können, werden damit aus der Gesellschaft ausgeschlossen bzw. sind gezwungen, von der Schule oder der Arbeit zu Hause zu bleiben. Es mangelt an Aufklärung über Menstruationsgesundheit, bis zu dem Punkt, an dem einige Menschen nicht verstehen, wie sie mit ihrer Menstruation umgehen sollen. Wie sie diese beobachten oder mit den Nebenwirkungen der Menstruation umgehen sollen. All diese Faktoren zusammen führen zu Menstruationsarmut. Wenn wir mehr Bildung, Verständnis und Unterstützung hätten, wären wir einen Schritt näher daran, Menstruationsarmut zu beenden. 

Kannst du mir erklären, warum Menstruationsarmut ein politisches Thema ist?

Menstruatiearmoede is een groot probleem. Het frustrerende is dat we het kunnen oplossen. De gemeenten kiezen ervoor om hier geen geld voor uit te trekken. Als we het hebben over menstruatiearmoede, is dat een dubbel taboe. In de politiek willen mensen niet praten over menstruatie of armoede. Als we het als een ‘vrouwenprobleem’ bestempelen, wordt het voor overheden gemakkelijker om het te negeren. Bij het maken van beleid bestaat de wens dat alles universeel en eenvoudig is. Menstruerende lichamen passen daar niet in. Er is niet genoeg vertegenwoordiging van mensen die menstrueren in de politiek, die menstruatiegezondheid zouden kunnen begrijpen en ervoor zouden kunnen vechten. Menstruatiearmoede is een symptoom van een bredere samenleving die kapot is. Als we niet voor de helft van onze mensen zorgen, wat zegt dat dan over onze regering? Het probleem met menstruatiearmoede is dat het niet alleen een kwestie van armoede is, maar een kwestie van volksgezondheid, een kwestie van participatie en van emancipatie. We kunnen de genderkloof niet dichten en gendergelijkheid niet bereiken zonder menstruatiearmoede aan te pakken.

What are the biggest challenges you face in addressing period poverty? 

Menstruationsarmut ist ein ernsthaftes Problem. Meine Frustration besteht darin, dass wir es auch lösen könnten. Die Gemeinden entscheiden sich jedoch dagegen, Geld dafür bereitzustellen. In der Politik möchten die Menschen weder über Menstruation noch über Armut sprechen. Wenn wir es als “Frauenproblem” abstempeln, wird es für die Regierungen einfacher, es zu ignorieren. Wenn wir Gesetze und Regeln beschließen, wollen wir, dass alles universell und einfach ist. Menstruierende Körper passen oft nicht in dieses Schema. Zudem gibt es nicht genug Repräsentation von menstruierenden Menschen in der Politik, die verstehen, worum es geht und dafür kämpfen könnten. Aber wenn wir uns nicht um die Hälfte unserer Bevölkerung kümmern, was sagt das dann über unsere Regierung aus? Das Problem bei Menstruationsarmut ist, dass es nicht nur eine Frage der Armut, sondern eine Frage der öffentlichen Gesundheit, der Teilnahme und der Emanzipation ist. Wir können die Geschlechterschere nicht überwinden und Gleichberechtigung nicht erreichen, ohne Menstruationsarmut zu bekämpfen. 

Was können wir tun, um Menstruationsarmut zu bekämpfen?

Um die Herausforderungen rund um Menstruation und Menstruationsarmut anzugehen, ist es zunächst essenziell, das bestehende Tabu zu durchbrechen. Eine offene, vorurteilsfreie Diskussion über Menstruation ist der Schlüssel. Bildung spielt dabei eine zentrale Rolle: Junge Menschen sollten umfassend über Menstruation und die Bedeutung der Menstruationsgesundheit informiert werden. Ebenso wichtig ist es, die Verfügbarkeit von Menstruationsprodukten zu verbessern. Kostenlose Menstruationsprodukte sollten in öffentlichen Institutionen wie Schulen, Gemeindezentren und auch Gefängnissen bereitgestellt werden. Darüber hinaus ist die Förderung von Forschung und Entwicklung neuer, nachhaltigerer und zugänglicherer Menstruationsprodukte von Bedeutung. Politische Entscheidungsträger müssen für die Thematik der Menstruationsarmut sensibilisiert werden, um effektive Lösungsansätze zu entwickeln. Es ist unabdingbar, das Thema Menstruationsarmut konsequent in den politischen Diskurs einzubringen, um sicherzustellen, dass die Stimmen der Betroffenen gehört und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. 

Gibt es etwas, das du den Menschen sagen möchten, die unter Menstruationsarmut leiden?

Zahlreiche Menschen und Organisationen setzen sich aktiv für die Bekämpfung von Menstruationsarmut ein. Es ist von großer Bedeutung, dass wir unsere Kräfte bündeln und uns gegenseitig unterstützen. Das Tabu rund um die Menstruation muss durchbrochen werden, damit jeder Mensch Zugang zu den notwendigen Produkten und der erforderlichen Bildung erhält, um eine sichere und hygienische Menstruation für alle gewährleisten zu können. Lasst uns gemeinsam darauf hinarbeiten, Menstruationsarmut ein Ende zu setzen und eine Welt zu erschaffen, in der niemand aufgrund seiner Menstruation benachteiligt wird. 

Join Shadi in the fight against period poverty. You can help right now by donating products, money or your time. Visit https://www.neighborhoodfeminists.com/ to find out more.  

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